Mallorca 06. Woche
Wichtige Kurznachrichten aus Mallorca
Folge 91 von Egon Garding
Auf Mallorca schließen immer mehr Traditionsgeschäfte
Ursache ist vor allem der Massentourismus mit „Brötchen-Touristen“.
Die Insel Mallorca erlebt derzeit ein dramatisches Ladensterben, insbesondere in Palma und kleineren Orten wie Capdepera. Selbst jahrhundertealte Geschäfte geben auf, weil sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stark verändert haben:
Ursachen des LadensterbeN
Massentourismus ohne Konsumverhalten: Viele Touristen bringen ihre eigenen Lebensmittel mit oder kaufen nur das Nötigste – sogenannte „Brötchen-Touristen“. Sie tragen kaum zur lokalen Wirtschaft bei.
Verdrängung durch Franchise-Ketten: Traditionsläden werden zunehmend durch große Ketten ersetzt, die sich besser an die Touristenströme anpassen können.
Rückgang der lokalen Kundschaft: Die einheimische Bevölkerung zieht sich zurück oder kann sich die Innenstadtlagen nicht mehr leisten.
Fehlender Generationswechsel: Junge Menschen übernehmen Familienbetriebe nicht mehr, wie im Fall des ältesten Geschäfts Mallorcas, Ca Donya Àngela, das nach 340 Jahren schließt.
Betroffene Regionen und Beispiele
Palma de Mallorca: Besonders betroffen ist die Calle Jaume II, wo mehrere Traditionsläden wie der Modeschmuckladen Sant Joan schließen.
Capdepera: Hier gibt es kaum noch lokale Geschäfte, während in Artà der auf Ausländer fokussierte Einzelhandel boomt.
Gastronomie: Laut dem Gastroverband CAEB stehen Hunderte Restaurants vor dem Aus – trotz Hochsaison sind viele Terrassen leer.
Symbolischer Verlust
Das Aus von Ca Donya Àngela, einem Kurzwarenladen in elfter Generation, steht sinnbildlich für den Wandel: „Das Geschäft hat sich in ein Museum verwandelt“, klagt der Betreiber Miquel Aguiló.
Fazit
Mallorca steht vor einem Strukturwandel im Einzelhandel.
Die Balance zwischen Tourismus und lokaler Wirtschaft ist gestört
– mit teils irreversiblen Folgen für die kulturelle Identität der Insel.
Mallorca lässt sich wunderbar mit Bus und Bahn erkunden
günstig, umweltfreundlich und überraschend bequem! Die Insel bietet ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz, das viele Sehenswürdigkeiten, Strände und Dörfer miteinander verbindet.
Öffentliche Verkehrsmittel auf Mallorca: So klappt’s
1. TIB-Busse (Transport de les Illes Balears):
Verbinden Palma mit fast allen Orten der Insel.
Modern, klimatisiert und mit WLAN ausgestattet.
Tickets gibt’s beim Fahrer, online oder über die TIB-App.
Besonders praktisch: Aerotib-Linien vom Flughafen zu beliebten Urlaubsorten.
2. SFM-Bahnnetz (Serveis Ferroviaris de Mallorca):
Drei Hauptlinien ab Palma:
Richtung Inca – Sa Pobla – Manacor
Nostalgisch: Der Rote Blitz (Ferrocarril de Sóller) fährt von Palma nach Sóller – ein Highlight für Bahnliebhaber.
3. Intermodal-Karte & TIB-App:
Die Intermodal-Karte funktioniert wie eine Prepaid-Karte für Bus und Bahn.
Spart Geld bei mehreren Fahrten.
Die TIB-App zeigt Fahrpläne, Haltestellen und Verspätungen in Echtzeit.
4. Saisonale Unterschiede beachten:
Im Sommer fahren viele Linien häufiger.
In der Nebensaison (Herbst/Winter) ist das Angebot eingeschränkt – vorher checken lohnt sich.
5. Beliebte Ausflüge mit Bus & Bahn:
Palma – Sóller – Port de Sóller: Mit dem Zug und der historischen Straßenbahn.
Palma – Valldemossa – Deià: Mit dem Bus durch das Tramuntana-Gebirge.
Palma – Alcúdia – Pollença: Für Strand und Altstadtflair.
Vorteile:
gegenüber dem Mietwagen
Keine Parkplatzsuche in engen Gassen.
Günstiger als Mietwagen (besonders in der Hochsaison)
Nachhaltiger unterwegs – gut fürs Klima und die Nerven
Deiá – reichste Gemeinde
Deià gilt als die reichste Gemeinde auf den Balearen – zumindest gemessen am Anteil wohlhabender Einwohner.
Laut einer aktuellen Auswertung der spanischen Finanzbehörde (IRPF-Daten) führt Deià, ein malerisches Bergdorf im Tramuntana-Gebirge auf Mallorca, die Rangliste der wohlhabendsten Gemeinden auf den Balearen an. Hier lebt der höchste Anteil an Personen, deren Einkommen überwiegend aus unternehmerischen Tätigkeiten oder Mieteinnahmen stammt – ein Indikator für Vermögen und finanzielle Unabhängigkeit.
Allerdings gibt es eine interessante Differenzierung:
Deià hat den höchsten Anteil wohlhabender Personen, also Menschen mit Einkünften aus Kapital, Vermietung oder Unternehmertum.
Valldemossa hingegen weist das höchste durchschnittliche Nettoeinkommen pro Kopf auf – rund 22.100 Euro jährlich.
Das bedeutet: Während in Deià besonders viele reiche Menschen leben, ist das durchschnittliche Einkommen in Valldemossa höher. Beide Orte liegen im Tramuntana-Gebirge und sind bekannt für ihre exklusive Immobilien, prominente Bewohner und hohe Lebensqualität.
Warum ist Deià so wohlhabend?
Beliebt bei Künstlern, Schriftstellern und Prominenten.
Immobilienpreise zählen zu den höchsten auf Mallorca.
Viele Häuser werden als Luxus-Ferienresidenzen genutzt und bringen hohe Mieteinnahmen.
Weitere Gemeinden mit hohem Einkommen:
Valldemossa – Spitzenreiter beim Pro-Kopf-Einkommen.
Ibiza-Stadt – ebenfalls mit hohem Durchschnittseinkommen.
Palma de Mallorca – liegt im Mittelfeld mit ca. 16.181 Euro jährlich.
Das Mallorca Wetter
Über Mallorca stellt sich zum Wochenende hin typisches Februarwetter ein: eher kühle Temperaturen, viele Wolken und teils frischer Wind, zwischendurch aber immer wieder trockene und etwas freundlichere Phasen.
Wochenende auf Mallorca
Am Samstag zeigen sich Sonne und Wolken im Wechsel, häufiger sind die Wolken in der Inselmitte und im Norden, während es an den Küsten etwas auflockern kann. Die Höchstwerte liegen meist bei 13 bis 15 Grad, in der Nacht sinken die Temperaturen auf etwa 9 bis 11 Grad ab. Der Wind weht meist aus westlichen bis südwestlichen Richtungen und kann in Böen deutlich auffrischen, vor allem in exponierten Lagen. Regen ist eher die Ausnahme, kurze Schauer sind aber lokal möglich.
Am Sonntag setzt sich das leicht unbeständige, spätwinterliche Wetter fort, mit vielen Wolken und nur gelegentlichen sonnigen Abschnitten. Die Temperaturen bleiben mit 12 bis 14 Grad am Tag und um 10 Grad in der Nacht auf ähnlichem Niveau wie am Samstag. Der frische Westwind sorgt dafür, dass es sich subjektiv kühler anfühlt, besonders entlang der Küstenpromenaden. Insgesamt eignet sich das Wochenende eher für Spaziergänge, Ausflüge in die Städte oder ins Inselinnere als für längere Aufenthalte am Strand.
Wettertrend für die neue Woche
Zu Beginn der neuen Woche halten sich weiterhin viele Wolken über der Insel, dabei sind zeitweise leichte Schauer möglich, vor allem in den Morgen- und Abendstunden. Die Höchstwerte bewegen sich meist um 13 Grad, nachts kühlt es auf 7 bis 9 Grad ab, womit die Temperaturen dem für Februar typischen Bereich entsprechen. Der Wind bleibt mäßig bis frisch und dreht etwas, bleibt aber überwiegend aus westlichen Richtungen.
Im weiteren Wochenverlauf deutet sich eine leichte Wetterberuhigung an: Die Schauerneigung nimmt tendenziell ab, und sonnige Abschnitte werden etwas häufiger. Die Temperaturen steigen nur langsam und erreichen tagsüber meist 14 bis 16 Grad, während die Nächte weiterhin kühl verlaufen. Insgesamt präsentiert sich Mallorca damit in der neuen Woche eher von seiner ruhigen, frühen Frühlingsseite: noch kein Badewetter, aber gute Bedingungen für Wanderungen, Radtouren und Stadtbummel.