Mallorca 05. Woche
Wichtige Kurznachrichten aus Mallorca
Folge 90 von Egon Garding
Mallorca weiterhin sehr gefragt
Die Buchungslage auf Mallorca gilt für Winter und kommende Saison 2026 insgesamt als sehr gut; Nachfrage und Preise sind hoch, viele Hotels öffnen früher und rechnen mit hoher Auslastung.
Winter/Nebensaison 2025/26
Rund 20 Prozent der Hotels bleiben auf Mallorca auch in der Wintersaison (November bis März) geöffnet, was den Trend zum Ganzjahrestourismus zeigt.
Für die Wintermonate Dezember bis Februar rechnet die Branche mit einer Auslastung etwa auf Vorjahresniveau – bei weiter steigenden Preisen
Die Nachfrage aus dem Ausland für Reisen zwischen Dezember und Mai wird als stabil beschrieben, was zusätzliche Preiserhöhungen im Winter ermöglicht.
Start der Saison 2026
Etwa 70 Prozent der Hotels werden 2026 bereits im März öffnen, die Saison beginnt damit deutlich früher als üblich.
Laut Hoteliersverband ist die Buchungslage für den Saisonbeginn 2026 „besser als erwartet“, obwohl viele Unterkünfte ihre Preise anheben.
Reiseveranstalter melden für den Sommer 2026 bereits seit Freischaltung der Kontingente eine rege Nachfrage; Frühbuchertermine zeigen starkes Interesse an Mallorca.
Preise und Nachfrage-Trend
Die anhaltend hohe Nachfrage – auch in der Nebensaison – führt zu weiteren Preissteigerungen in Hotellerie und touristischen Angeboten (Hotels, Strandliegen, Freizeitaktivitäten).
Auf den Balearen insgesamt sind die Touristenausgaben 2025 gestiegen, während die Besucherzahlen nur leicht zunahmen, was auf zahlungskräftigere Gäste und höhere Durchschnittsausgaben hindeutet.
Für 2026 wird mit weiter steigenden Ausgaben pro Tourist und insgesamt hoher Buchungslage in Spanien und besonders auf den Balearen gerechnet.
Was das für Ihre Reiseplanung bedeutet
Für Reisen im März bis Mai 2026 sollten Sie wegen der frühen Saisonöffnung und guten Buchungslage eher früh buchen, besonders bei beliebten Regionen und familienfreundlichen Hotels.
Kurzfristig im Winter finden Sie zwar weniger geöffnete Häuser, haben aber bei den geöffneten Hotels eine recht stabile Auslastung und ein im Vergleich zum Sommer etwas ruhigeres Umfeld.
Neue Ferienunterkünfte auf Mallorca sollen verboten werden
Die Balearen-Regierung plant ein weitreichendes Verbot neuer Ferienunterkünfte auf Mallorca. Mit dieser Maßnahme reagiert sie auf den zunehmenden Unmut der Bevölkerung übersteigende Mieten, überfüllte Städte und die Belastung der Umwelt.
In den vergangenen Jahren hat sich der Tourismus auf Mallorca stark verändert: Während Hotels bereits streng reguliert sind, nahm die Zahl der privaten Ferienwohnungen rasant zu. Viele dieser Unterkünfte werden über Online-Plattformen angeboten und entziehen dem regulären Mietmarkt dringend benötigten Wohnraum. Die Folge: Einheimische finden kaum noch bezahlbare Wohnungen, insbesondere in Palma und den Küstenregionen.
„Wir müssen die Balance zwischen Lebensqualität und touristischer Attraktivität wiederherstellen“, erklärte Inselratspräsidentin Catalina Cladera. Nach dem neuen Gesetzesentwurf sollen weder Hotels noch Ferienapartments zusätzliche Lizenzen erhalten – zunächst für fünf Jahre. Bestehende Unterkünfte dürfen weiter betrieben werden, doch Eigentümer müssen strengere Auflagen zur Energieeffizienz und ökologischen Nachhaltigkeit erfüllen.
Die Tourismusbranche kritisiert den Schritt heftig. Vertreter von Hotellerie und Vermietungsplattformen warnen vor wirtschaftlichen Einbußen und Arbeitsplatzverlusten. Sie argumentieren, dass der Tourismus einen zentralen Pfeiler der mallorquinischen Wirtschaft darstelle. Befürworter hingegen verweisen auf die Notwendigkeit, den Massentourismus einzudämmen und die Insel langfristig lebenswerter zu gestalten.
Das Vorhaben ist Teil einer umfassenderen Strategie zur nachhaltigen Entwicklung der Balearen. Neben neuen Auflagen für Ferienwohnungen sollen auch Maßnahmen zum Wasser- und Naturschutz ausgeweitet werden. Die Regierung hofft, Mallorca so als hochwertiges, umweltbewusstes Reiseziel zu positionieren – jenseits des berüchtigten Party-Tourismus.
Ob das geplante Verbot tatsächlich in Kraft tritt, hängt nun vom regionalen Parlament ab. Eine Entscheidung wird im Frühjahr erwartet. Klar ist schon jetzt: Der Streit über die Zukunft des Tourismus auf Mallorca ist damit neu entfacht.
Guten Tag aus dem Tal der Orangen.
In Sóller sorgt derzeit ein deutlicher Anstieg von Atemwegserkrankungen für Gesprächsstoff. Die Gemeinde verzeichnete im vergangenen Jahr rund 75 Prozent mehr Todesfälle, die auf Atemwegsprobleme zurückzuführen sind. Das ist ein ungewöhnlich hoher Wert und liegt deutlich über dem Durchschnitt der Insel.
Als mögliche Ursachen gelten schlechte Luftqualität, landwirtschaftliche Verbrennungen, Heizabgase und die besondere Lage des Tals, in dem sich Schadstoffe bei Inversionswetterlagen länger halten können
Auch die aktuelle Infektionslage spielt eine Rolle: Grippe und Corona haben in den vergangenen Wochen die Notaufnahmen auf Mallorca stark belastet. Besonders betroffen war das Krankenhaus Son Espases in Palma, wo zeitweise über 170 Menschen mit Atemwegsbeschwerden behandelt wurden.
Die Gemeinde Sóller reagiert bereits: Ab 2026 soll eine neue Verordnung das Verbrennen von Gartenabfällen strenger regeln, um die Feinstaubbelastung zu senken.
Für alle im Tal gilt: Wer Symptome hat, sollte frühzeitig ärztlichen Rat suchen – und bei Inversionslagen möglichst auf körperliche Anstrengung im Freien verzichten.
Das war ein Update aus Sóller. Bleibt gesund und atmet durch.
Neues elektronisches Rechnungssystem soll “schwarze” Rechnungen stoppen.
VERIFACTU ist ein neues elektronisches Rechnungssystem in Spanien, das der Bekämpfung von Steuerbetrug dient und seit 2026 verpflichtend ist.*
Hier sind die wichtigsten Details zum System VERI*FACTU:
Was ist VERI*FACTU?
VERIFACTU* ist ein computergestütztes Fakturierungssystem, das Unternehmen und Selbstständige verpflichtet, elektronische Rechnungen mit zertifizierter Software zu erstellen.
Ziel ist es, Transparenz, Nachverfolgbarkeit und Authentizität bei der Rechnungsstellung sicherzustellen und Steuerbetrug zu verhindern.
Zeitplan und Fristen
Die ursprüngliche Einführung war für 2025 geplant, wurde aber durch das Königliche Dekret 254/2025 auf den 1. Januar 2026 verschoben. und das klappt wohl auch nicht.
Softwareanbieter müssen ihre Systeme bis spätestens 29. Juli 2026 anpassen.
Unternehmen und Selbstständige haben bis Ende 2026 Zeit, sich auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.
Anforderungen an Software
Die verwendete Software muss den technischen und sicherheitsrelevanten Vorgaben der spanischen Steuerbehörde entsprechen.
Entwickler und Anbieter von Fakturierungssoftware tragen eine besondere Verantwortung: Wenn ihre Systeme nicht konform sind, drohen hohe Geldstrafen.
Wer ist betroffen?
Alle Unternehmen und Selbstständigen, die Rechnungen ausstellen, sind betroffen.
Ausgenommen sind jene, die bereits über das SII-System (Sistema de Información Inmediata) ihre Daten übermitteln.
Das Mallorca Wetter
Für Mallorca ist das kommende Wochenende eher kühl-mild, teils windig und zeitweise wechselhaft, die Woche danach bleibt frühlingshaft frisch mit einzelnen Schauern und sonnigen Abschnitten.
Wochenende (Sa/So)
Tagestemperaturen meist um 13–16 Grad, nachts etwa 8–10 Grad.
Wechsel aus Wolken und Sonne, lokal kurze Schauer möglich; meist nur geringe Regenmengen.
Spürbarer Wind aus West bis Südwest, in Böen teils stark, dadurch kühleres Empfinden.
Beginn der Woche
Montag bis Mittwoch weiterhin 13–16 Grad am Tag, um 9 Grad in der Nacht.
Zeitweise dichte Wolken, dazwischen sonnige Phasen; einzelne leichte Regenschauer sind möglich.
Der Wind bleibt mäßig bis frisch, überwiegend aus westlichen Richtungen.
Rest der Woche
Tendenziell ähnliche Temperaturen, oft um die 15 Grad, also für Februar mild, aber kein Bade- oder Strandwetter wie im Sommer.
Das klimatologische Mittel im Februar liegt bei etwa 13–15 Grad Höchsttemperatur und 7–8 Grad Minimum, mit moderatem Niederschlag und vielen trockenen Stunden.
Tipp für deine Planung
Tagsüber reicht eine leichte Jacke oder ein Pullover, abends eher eine winddichte Jacke einplanen.
Für Ausflüge eignen sich besonders die freundlicheren, trockenen Stunden am späten Vormittag und frühen Nachmittag; Küstenorte können sich durch den Wind frischer anfühlen.