Mallorca 07. Woche
Wichtige Kurznachrichten aus Mallorca
Folge 92 von Egon Garding
Olivenernte 2025
Die Olivenernte auf Mallorca hat sich 2025 leicht erholt, nachdem das Jahr 2024 eine historische Krise für die Branche bedeutete. Dennoch bleibt die Lage angespannt.
Die Olivenproduktion auf Mallorca erlebte 2024 einen dramatischen Einbruch: Die Erntemenge sank um rund 78,6 % im Vergleich zum Vorjahr, was einer der schlimmsten Rückgänge in der Geschichte der balearischen Landwirtschaft war. Ursachen waren vor allem anhaltende Trockenheit, extreme Temperaturen und ein massiver Befall durch die Olivenfruchtfliege (Bactrocera oleae).
Ursachen der Krise 2024
Klimatische Bedingungen: Der Herbst 2023 war außergewöhnlich trocken, was die Blüte und Fruchtbildung stark beeinträchtigte
Schädlingsbefall: Die Olivenfruchtfliege breitete sich stark aus und zerstörte große Teile der Ernte.
Temperaturschwankungen: Ungewöhnlich hohe Temperaturen führten zu Stress für die Olivenbäume und reduzierten die Ölqualität.
Auswirkungen
Olivenölproduktion: Von 6.478 Tonnen im Jahr 2023 sank die Produktion auf nur 1.385 Tonn
Preisanstieg: Olivenöl aus Mallorca wurde deutlich teurer, da das Angebot stark zurückging.
Offizielle Krisenerklärung: Die balearische Regierung rief eine Produktionskrise aus und veröffentlichte eine Resolution zur Unterstützung der Bauern.
Hoffnung für 2026
Obwohl die Ernte 2026 noch nicht vollständig abgeschlossen ist, zeigen erste Berichte eine leichte Erholung. Einige Regionen konnten sich dank besserer Wetterbedingungen und gezielter Schädlingsbekämpfung stabilisieren. Dennoch bleibt die Unsicherheit groß, und die Branche setzt auf langfristige Strategien wie:
Anpassung der Anbaumethoden an den Klimawandel
Förderung widerstandsfähiger Olivensorten
EU-Subventionen zur Unterstützung der Landwirte
Die Olivenbauern auf Mallorca hoffen, dass 2026 den Beginn einer nachhaltigen Erholung markiert – doch die Herausforderungen durch den Klimawandel und die Schädlingsproblematik bleiben bestehen.
Züge der Zukunft – Streckenplanung auf Mallorca
Mallorca plant zwei große Bahnprojekte bis 2032: eine neue Linie von Sa Pobla bis Alcúdia und eine S-Bahn von Palma nach Llucmajor. Beide sollen den Straßenverkehr deutlich entlasten und den öffentlichen Nahverkehr auf der Insel revolutionieren.
Zukunftsnetz Mallorca – die wichtigsten Projekte
1. Neue Verbindung Sa Pobla – Alcúdia
Länge: 17,1 km
Haltepunkte: Sa Pobla (neue zentrale Station mit Park+Ride), Avenida Tucà, Sportzentrum, Strand, Altstadt Alcúdia, Fährhafen.
Besonderheiten:
5 km Tunnel unter den Bergen Son Fe und Sant Martí → schützt Naturpark S’Albufera.
Kombination aus klassischem Bahnabschnitt (7,6 km) und straßenbahnähnlichem Teil (4,5 km) mit max. 30 km/h im Stadtgebie
Fahrzeit: Sa Pobla → Alcúdia Hafen ca. 24 Minuten.
Prognose: Über 2 Mio. Fahrgäste pro Jahr.
2. S-Bahn Palma – Llucmajo
Streckenführung:
Start in Palma mit einem 10 km langen Tunnel (Konservatorium → Son Costa → Son Güells).
Mehr als 10 Haltestellen, darunter: Pere Garau, Großklinikum Son Llàtzer, Industriegebiet Son Oms, Flughafen, El Arenal
Ziel: Direkte Anbindung des Südostens und des Flughafens an Palma.
Besonderheit: Die Strecke reaktiviert teilweise die historische Linie Palma–Llucmajor, die 1964 stillgelegt wurde.
Bedeutung für Mallorca
Nachhaltigkeit: Beide Projekte sollen das Auto überflüssiger machen und CO₂-Emissionen senken.
Tourismus: Direkte Anbindung von Flughafen, El Arenal und Alcúdia Hafen erleichtert Reisen für Urlauber.
Einheimische: Kürzere Pendelzeiten, bessere Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen und Kliniken.
Städtebau: Neue Park+Ride-Zonen und moderne Umsteigepunkte fördern die Kombination von Bahn, Bus und Fahrrad.
Zeitplan
Beide Projekte sind bis 2032 geplant.
Erste Bauabschnitte (Tunnel Palma, neue Station Sa Pobla) sollen bereits in den kommenden Jahren starten.
Neues Landwirtschaftsgesetz
Das neue Landwirtschaftsgesetz der Balearen (2025) soll die Arbeit von Landwirten und Viehzüchtern erleichtern, Bürokratie abbauen und die Rentabilität des Sektors steigern. Es setzt auf Direktvermarktung, Agrotourismus und erneuerbare Energien, ohne klassische Subventionen, sondern mit „Werkzeugen“ für mehr Eigenständigkeit.
Ziele des neuen Gesetzes
Stärkung der Landwirtschaft: Rückkehr zum Geist der Agrargesetzgebung von 2014, aber angepasst an heutige EU-Vorgaben.
Überwindung von Einschränkungen: Die bisherige Gesetzgebung von 2019 hatte Investitionen und Rechte eingeschränkt – diese Hürden sollen nun beseitigt werden.
Rentabilität und Zukunftsfähigkeit: Landwirtschaft soll wieder als „würdige und nachhaltige Option“ gelten.
Wichtige Maßnahmen
Bürokratieabbau: Vereinfachte Genehmigungen und weniger Verwaltungsaufwand.
Direktverkauf & Verkostung: Bauern dürfen ihre Produkte direkt auf dem Hof verkaufen und anbieten – auch für Touristen interessant.
Agrotourismus: Mehr Möglichkeiten für Urlaub auf dem Bauernhof, was zusätzliche Einnahmen schafft.
Erneuerbare Energien: Förderung von Agrovoltaik (Solarenergie auf landwirtschaftlichen Flächen).
Werkzeuge statt Subventionen: Das Gesetz gibt rechtliche und organisatorische Hilfen, aber keine direkten finanziellen Zuschüsse.
Beteiligung der Landwirte
Das Gesetz entstand im Dialog mit Agrarverbänden, Genossenschaften und Produzenten.
Bereits 2024 gab es eine öffentliche Konsultation, deren Ergebnisse in den Entwurf eingeflossen sind.
Aktueller Stand
Am 11. Oktober 2025 wurde der Entwurf offiziell zur öffentlichen Diskussion freigegeben.
Ab 13. Oktober 2025 konnten Bürger und Organisationen Stellungnahmen einreichen.
Die endgültige Verabschiedung wird für die kommenden Monate erwartet.
Das Mallorca Wetter
Das kommende Wochenende und die folgende Woche präsentieren sich auf Mallorca insgesamt frühwinterlich-mild mit einem Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern.
Wochenende auf Mallorca
Am Samstag ziehen über Mallorca kompakte Wolkenfelder, zwischendurch sind aber auch freundlichere Abschnitte mit etwas Sonne möglich. Die Temperaturen liegen in den Morgenstunden nur im einstelligen Bereich, steigen tagsüber jedoch auf etwa 9 bis 12 Grad, wobei es sich im Schatten deutlich kühler anfühlt. Lokal kann es zu kurzen, meist leichten Schauern kommen, längere Regenphasen sind jedoch eher die Ausnahme. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlichen bis nordwestlichen Richtungen und verstärkt das frische Empfinden leicht.
Der Sonntag zeigt sich ähnlich, tendenziell jedoch einen Tick freundlicher: Im Tagesverlauf lockert die Bewölkung zunehmend auf, vor allem entlang der Küstenabschnitte rund um Palma und in der Bucht von Alcúdia sind sonnige Abschnitte möglich. Die Höchstwerte pendeln sich erneut um 10 bis 12 Grad ein, in windgeschützten Lagen können sie gefühlt etwas höher ausfallen. Das Schauerrisiko bleibt moderat, viele Orte kommen voraussichtlich weitgehend trocken durch den Tag.
Temperaturtrend
Typisch für den Februar liegen die Tageshöchstwerte in der neuen Woche meist im Bereich von 12 bis 15 Grad, in den Nächten kühlt es auf etwa 6 bis 9 Grad ab. In den höher gelegenen Regionen der Serra de Tramuntana sind die Nächte spürbar frischer, dort kann das Thermometer lokal in die Nähe des Gefrierpunkts rutschen. Insgesamt bleibt es damit zwar deutlich milder als auf dem spanischen Festland im Binnenland, für ausgedehnte Strandtage ist es jedoch noch zu kühl.
Witterung in der neuen Woche
Zu Beginn der Woche setzt sich ein wechselhaftes, für die Jahreszeit jedoch recht typisches Wetter fort: Ein Mix aus dichteren Wolkenfeldern, sonnigen Phasen und einzelnen kurzen Schauern bestimmt das Bild. Besonders am Montag und Dienstag liegen die Temperaturen tagsüber bei rund 13 bis 14 Grad, während der Wind zeitweise auffrischen kann. Die Niederschläge fallen in der Regel als leichte, schnell durchziehende Schauer, lang anhaltender Dauerregen ist nicht zu erwarten.
Zur Wochenmitte deuten die Modelle auf eine leichte Stabilisierung hin: Die Sonne setzt sich häufiger durch, die Wolken werden lockerer, und die Regenwahrscheinlichkeit nimmt etwas ab. Mit mehr Sonnenschein steigen die gefühlten Temperaturen spürbar an, auch wenn die Messwerte mit 14 bis 15 Grad am Tag und um 8 Grad in der Nacht nur leicht zulegen.
Ausblick und Hinweise
In der zweiten Wochenhälfte könnte sich das milde, leicht wechselhafte Winterwetter fortsetzen, mit einem weiterhin ausgewogenen Mix aus Sonne und Wolken. Die Meerestemperaturen bleiben mit um 14 Grad deutlich unter Badetemperatur, eignen sich aber für kurze, erfrischende Spaziergänge am Wasser. Für Aktivitäten im Freien empfiehlt sich eine mehrlagige Kleidung: Am Mittag in der Sonne wirkt es angenehm, im Schatten und bei Wind jedoch rasch frisch.