Mallorca 03. Woche

Wichtige Kurznachrichten aus Mallorca

Folge 88 von Egon Garding


Bilder Michael Larisch

Stadtführungen begrenzen

Palma führt eine klare Obergrenze für Stadtführungen ein: Öffentliche Touren dürfen künftig nur noch mit begrenzter Teilnehmerzahl stattfinden. Für Urlauber bedeutet das: früh buchen, rechtzeitig erscheinen und mit strengeren Regeln in der Altstadt rechnen.

Was genau ändert sich?

Die Stadt Palma hat eine neue Verordnung beschlossen, die die Größe von Stadtführungen begrenzt. Ziel ist es, die Altstadt zu entlasten und die Aufenthaltsqualität für Anwohner und Besucher zu verbessern.

Konkrete Zahlen nennt die Stadt in den öffentlich zugänglichen Quellen nicht, aber Touranbieter bestätigen bereits, dass die Teilnehmerzahl limitiert ist – und Anmeldungen nach Reihenfolge vergeben werden.

Was bedeutet das für Urlauber?

1.Frühzeitig buchen

Öffentliche Führungen haben nur noch eine begrenzte Anzahl an Plätzen.

Anbieter wie Avenida Tours bestätigen: „Ja, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.“

2. Pünktlich sein

Viele Anbieter starten pünktlich und können verspätete Gäste nicht mehr problemlos „nachschieben“, weil Gruppen nicht vergrößert werden dürfen.

3. Private Führungen werden attraktiver

Wer sicher gehen will, kann eine private Tour buchen – diese sind von der Gruppengröße her flexibler, aber teurer.

4. Mehr Nachfrage in der Hauptsaison

Besonders im Frühling und Sommer werden die Plätze schneller ausgebucht sein.

Welche Touren sind betroffen?

Öffentliche Altstadtführungen

Tapas-Touren

Thematische Rundgänge

Free Walking Tours (hier wird die Begrenzung besonders spürbar)

Private Führungen sind weniger betroffen, da sie ohnehin mit festen Gruppen arbeiten.

Hintergrund: Warum macht Palma das?

Schutz der engen Altstadtgassen

Entlastung der Anwohner

Vermeidung von „Touristenstaus“ vor Kathedrale, La Lonja & Plaça Cort

Verbesserung der Qualität der Führungen

 

Datenklau bei Endesa

Ein gigantischer Cyberangriff hat den spanischen Energieversorger Endesa getroffen: Zwischen 10 und 20 Millionen Kunden sind betroffen, darunter viele Menschen auf Mallorca. Gestohlen wurden hochsensible Daten wie Namen, Adressen, Ausweisnummern und sogar IBANs. Für Betroffene in Mallorca – also auch für dich in Selva – ist jetzt erhöhte Wachsamkeit entscheidend

Was passiert ist – die wichtigsten Fakte

Der Angriff

Endesa bestätigte am 12. Januar 2026 einen massiven Datendiebstahl. Ein Hacker verschaffte sich Zugang zur Handelsplattform des Unternehmens. Laut Datenschutzbehörde sind rund 10 Mio. Kunden betroffen; laut Hacker bis zu 20 Mio. Die Daten tauchten bereits am 4. Januar im Darknet auf.

Welche Daten gestohlen wurden

Laut Endesa und der spanischen Datenschutzbehörde: Name, Adresse, Telefonnummer, Ausweisnummer (DNI/NIE), IBAN / Bankverbindung - Vertragsdaten, Rechnungsdaten, Lieferadressen, CUPS-Nummern (Strom-/Gasanschluss) - Passwörter seien nicht betroffen, aber das Risiko bleibt hoch.

 Risiken für Betroffene

Die gestohlenen Daten ermöglichen: Phishing-Anrufe und -Mails, die extrem glaubwürdig wirken - Identitätsdiebstahl (z. B. Kontoeröffnungen, Vertragsabschlüsse) - Spam und unerwünschte Werbung - Mögliche betrügerische Kontobewegungen, wenn IBAN-Daten missbraucht werden

 Was du jetzt tun solltest (konkret & sofort)

1. Alle Mails und Anrufe kritisch prüfen

Betrüger geben sich als Endesa aus – mit echten Kundendaten.

→ Keine Links anklicken, keine Daten herausgeben.

2. Kontobewegungen täglich checken

Bankkonten und Endesa-Account im Blick behalten.

3. Passwörter ändern

Auch wenn laut Endesa nicht betroffen – Experten empfehlen es ausdrücklich.

4. Verdächtige Fälle melden

Endesa hat spezielle Hotlines eingerichtet:

800 760 366

800 760 250

5. Prüfen, ob deine Mailadresse in Leaks auftaucht

Die Presse verweist auf gängige Leak-Checker (z. B. „Have I Been Pwned?“).

Kann man Schadensersatz verlangen?

Ja – theoretisch.

Die EU-DSGVO (Art. 82) gibt ein Recht auf Kompensation bei nachweisbarem Schaden.

Aber:

Man muss einen echten Schaden beweisen (z. B. unautorisierte Abbuchungen). Man muss die Kausalität zwischen Datenleck und Schaden nachweisen. Es gibt keinen klaren Präzedenzfall in Spanien. Datenschutzfirmen wie Atico34 in Palma beraten Betroffene bereits

 

Nein – Mallorcas Strände sind nicht „nur noch für Reiche“. 

Aber: Einige Strände werden teurer und exklusiver, während andere weiterhin völlig frei zugänglich bleiben. Die Realität ist also gemischt.

Was bleibt kostenlos und für alle zugänglich?

Mallorca hat über 200 Strände, und die allermeisten sind öffentlich zugänglich – das bestätigen alle aktuellen Strandübersichten.

Es Trenc – Naturstrand, frei zugänglich, aber Parken kostet (ca. 8 €)

Platja de Muro – kilometerlang, familienfreundlich, frei zugänglich

Cala Agulla, Cala Mesquida, Cala Mondragó – Naturstrände ohne Eintritt

Caló des Moro – spektakulär, aber überlaufen; Zugang weiterhin kostenlos

Wichtig: In Spanien sind alle Strände öffentlich. Hotels dürfen keinen Privatstrand besitzen.

Wo wird es teurer oder exklusiver?

Nicht der Strand selbst kostet – sondern Parken, Liegen, Gastronomie und Zugangsinfrastruktur.

Typische Beispiele:

Es Trenc: Parken 8 € pro Tag

Formentor: Zufahrt im Sommer eingeschränkt, Shuttlepflicht → wirkt exklusiver

Cala Deià, Sa Calobra: Parken teuer, Restaurants hochpreisig

Beach Clubs (z. B. Portals Nous, Illetes): Liegen 50–200 € – aber der Strand daneben bleibt öffentlic

Warum entsteht der Eindruck „nur noch für Reiche“

Weil sich mehrere Trends überlagern:

1. Parkgebühren steigen

Naturstrände wie Es Trenc finanzieren damit Schutzmaßnahmen.

2. Beach Clubs breiten sich aus

Sie wirken wie „Privatstrände“, obwohl sie es rechtlich nicht sind.

3. Zugangsbeschränkungen in der Hochsaison

Formentor, Sa Calobra – zur Besucherlenkung.

4. Social-Media-Hype

Strände wie Caló des Moro sind so überlaufen, dass man denkt: „Da komm ich ja nie hin“.

Fazit

Mallorcas Strände gehören weiterhin allen.

Aber: Der Zugang zu einigen Hotspots wird teurer, komplizierter oder exklusiver inszeniert. 

Wer flexibel ist, findet weiterhin wunderschöne, ruhige und kostenlose Buchten – gerade im Norden und Osten.

Das Mallorca Wetter

Wochenende 17.–18. Januar 2026

Samstag, 17. Januar

Temperatur: 8 °C am Morgen / 13 °C am Tag

Regen: ca. 6 mm möglich

Sonne: etwa 2 Stunden

Wind: ca. 13 km/h

Eindruck: Ein kühler, nasser Wintertag. Regenjacke sinnvoll.

Sonntag, 18. Januar

Temperatur: 8 °C / 14 °C

Regen: ca. 5 mm

Sonne: etwa 2 Stunden

Wind: ca. 10 km/h

Eindruck: Weiterhin wechselhaft und feucht, aber etwas milder.

Wettertrend für die darauffolgende Woche (19.–22. Januar 2026)

Montag, 19. Januar

10 °C / 14 °C, 8 mm Regen, wenig Sonne

Dienstag, 20. Januar

9 °C / 13 °C, 10 mm Regen, windiger (24 km/h)

Mittwoch, 21. Januar

7 °C / 13 °C, 4 mm Regen, kühl aber etwas trockener

Donnerstag, 22. Januar

7 °C / 14 °C, 4 mm Regen, 4 Sonnenstunden möglich

 

Kurzfazit für deine Planung

Wochenende: kühl, nass, typisch mallorquinischer Winter.

Woche danach: weiterhin wechselhaft mit häufigen Schauern, aber leicht steigenden Temperaturen.


Outdoor‑Aktivitäten: eher eingeschränkt — gute Woche für Indoor‑Projekte, Cafés, Museen oder Archivarbeit.

Bilder: Michael Larisch


In diesem Sinne, eine schöne und eine erfolgreiche Woche auf der Insel oder wo auch immer Sie sind.


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