Mallorca 12. Woche
Wichtige Kurznachrichten aus Mallorca
Folge 97 von Egon Garding
Bald ist es soweit
Was geschieht mit dem optischen Schandfleck - das Gesa Gebäude in Palma
Das Gesa-Gebäude bleibt nicht so, wie es ist: Es soll bis Anfang der 2030er Jahre Schritt für Schritt zu einem Kultur‑ und Innovationszentrum mit Parkanlage umgebaut werden.
Geplante Nutzung des Gebäudes
Im Inneren sind ein städtisches Kunstinstitut, ein Start‑up‑/Innovationszentrum, ein Multimedia‑Bibliothek sowie Ausstellungs‑ und Veranstaltungsräume vorgesehen.
Das Gebäude bleibt wegen seines Denkmalschutzes in seiner Grundstruktur und mit der charakteristischen Glasfassade erhalten; es wird also saniert, nicht abgerissen.
Wettbewerb und Zeitplan
Die Stadt Palma hat einen Architektur‑ bzw. Ideenwettbewerb gestartet; über 20 Architekturbüros haben das Gebäude im Februar 2026 besichtigt, die Entwürfe müssen bis Anfang April eingereicht werden.
Der Umbau zum „Culture & Innovation Bay“-Projekt soll ab den nächsten Jahren erfolgen, Fertigstellung der gesamten Umgebung ist etwa bis 2030/2031 angepeilt.
Umfeld: Vom Schandfleck zum Küstenpark
Rund um das Hochhaus entsteht auf ca. 30.000 Quadratmetern eine große, überwiegend autofreie Park‑ und Grünanlage mit unterirdischen Anlagen beziehungsweise Parkhaus.
Geplant sind Skulpturenpark, mögliche Dependance des Thyssen‑Museums und neue Fußwege, die die Verbindung zwischen Stadt und Meer deutlich aufwerten sollen.
Kosten und Eigentümer
Die Stadt Palma hat das seit 2008 leerstehende frühere Endesa‑Verwaltungsgebäude (ehemals Gesa) übernommen und damit langjährige Rechtsstreitigkeiten beendet.
Für Kauf und Umbau werden insgesamt rund 90–91 Millionen Euro veranschlagt, je nach Quelle 80–90 Millionen für die eigentliche Umgestaltung plus Grundstückskauf.
Kurz: Was heißt das für den „optischen Schandfleck“?
Das Gebäude bleibt als markantes Hochhaus stehen, wird aber denkmalgerecht saniert, energetisch modernisiert und öffentlich genutzt.
Die heute als hässlich empfundene „Geisterruine“ soll sich damit in ein sichtbares Aushängeschild für Kultur, Innovation und eine neu gestaltete Meeresfront Palmas verwandeln.
Archäologen stoßen auf zwei römische Städte auf Mallorca
Archäologen auf Mallorca haben kürzlich bei Ausgrabungen in Son Fornés nahe Montuïri auf Strukturen gestoßen, die sie mit den verschollenen römischen Städten Tucis oder Guium in Verbindung bringen.
Funddetails
Die Forschungsgruppe der Autonomen Universität Barcelona untersucht den Platz seit 20 Jahren und legte im vergangenen Jahr römische Baustrukturen frei, die einem geplanten städtebaulichen Raster folgen. Die freigelegte Fläche umfasst rund 5000 Quadratmeter – vergleichbar mit der des Museums Es Baluard in Palma.
Historischer Kontext
Tucis und Guium wurden von Plinius dem Älteren erwähnt und entstanden nach der römischen Eroberung der Balearen 123 v. Chr. durch Quintus Caecilius Metellus, doch ihre Lage war bisher unbekannt.
Bedeutende Artefakte
Gefundene römische Dachziegel (Tegulae), Amphoren und hochwertiges Tafelgeschirr deuten auf Gebäude von hohem Rang in der Kaiserzeit hin. Forscherin Cristina Rihuete betont die außergewöhnliche Bedeutung des Ortes.
Langfristige Relevanz
Son Fornés dokumentiert 2000 Jahre Siedlungsgeschichte von der prätalayotischen bis zur römischen Zeit und gilt als einzigartiger Fundplatz auf den Balearen. Die nächste Grabungssaison könnte die Identifikation klären.
Was ist geplant als zweite Ringautobahn in Palma de Mallorca
In Palma de Mallorca wird die zweite Ringautobahn (Ma-30, auch Via Conectora genannt) als Entlastung für den inneren Ring (Vía de Cintura) fertiggestellt.
Projektabschnitt
Der fehlende Lückenschluss verläuft von Son Ferriol bis Coll d’en Rabassa. Hier soll ein neues Autobahndreieck beim Einkaufszentrum FAN Mallorca Shopping entstehen, inklusive eines 845 Meter langen Tunnels unter der MA-19 (Flughafenautobahn).
Kosten und Zeitplan
Das Projekt kostet etwa 110 Millionen Euro. Die Planfeststellung ist abgeschlossen, erste Bauarbeiten sollen Anfang 2026 starten, Fertigstellung ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant.
Zusätzliche Maßnahmen
Geplant sind ein Park-and-Ride-Parkplatz mit 450 Plätzen, Rad- und Fußwege sowie Anpassungen für eine neue Bahnstrecke nach Llucmajor. Dies soll Staus im Großraum Palma reduzieren.
Das Mallorca Wetter
Das Wochenende auf Mallorca wird mild und überwiegend trocken sein, mit Tagestemperaturen um 17-18°C und Nachttemperaturen um 10-11°C. Die darauffolgende Woche beginnt ebenfalls trocken und sonnig, wobei die Temperaturen stabil bleiben. Gegen Ende der Woche, ab Freitag, dem 27. März, ist mit einem Anstieg der Regenwahrscheinlichkeit zu rechnen.
Die Woche startet mit milden Temperaturen und überwiegend trockenem Wetter. Ab Freitag, dem 27. März, ist mit einer erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeit zu rechnen, insbesondere am Freitag selbst mit bis zu 12 mm Regen. Die Temperaturen bleiben tagsüber konstant um 17-18°C und nachts um 9-10°C.