Mallorca 23. Woche
Wichtige Kurznachrichten aus Mallorca
Folge 105 von Egon Garding
Santuari de Monte Sion, Porreres
Mallorca im Sommermodus – was aktuell passiert
1. Tourismus & Saisonstart
Massentourismus nimmt stark zu – die Initiative „Menys Turisme, Més Vida“ ruft bereits zur ersten großen Demo 2026 auf, um auf Überlastung hinzuweisen.
Eurowings meldet ausreichend Kerosin für noch mehr Mallorca‑Flüge – ein Hinweis auf erwartete Rekordzahlen im Sommer.
Wings Handling hat inzwischen über 60.000 Flüge am Flughafen Palma abgefertigt – ein weiterer Indikator für die Hochsaison.
2. Mobilität & Verkehr
Die Balearenregierung arbeitet weiter an Regulierungen für Fahrzeuge, um den Sommerverkehr zu entlasten.
Ibiza führt bereits eine Mietwagen‑Obergrenze ein – ein Modell, das auch für Mallorca diskutiert wird.
3. Gesellschaft & Sicherheit
Mehrere Polizei‑ und Gerichtsfälle dominieren die Schlagzeilen – typisch für die Saison, wenn die Insel voller wird.
4. Flughafen & Infrastruktur
Streik am Flughafen Palma: Es gibt Anzeichen, dass der Begleitdienst‑Streik bald enden könnte – wichtig für Sommerreisende.
Diskussion um unangemeldetes Warten an Häfen und Flughäfen – neue Regeln sollen Ordnung schaffen.
5. Events & Sommerkultur
Mallorca fährt das Sommerprogramm hoch – Juni ist traditionell Eventmonat:
Jason Derulo tritt im Juni auf Mallorca auf – ein Highlight außerhalb des üblichen Saisonkalenders.
Zahlreiche Feste, Märkte und Kulturveranstaltungen laufen bereits oder stehen kurz bevor (Mercat Medieval, Es Firó, Boat Show etc.).
Wem gehören die Strände wirklich?
1. Öffentlicher Besitz – immer und ausnahmslos
Nach der Ley de Costas (spanisches Küstengesetz) gehören Strände, Dünen, Klippen und der gesamte Küstenstreifen zum staatlichen Eigentum und müssen für alle zugänglich bleiben.
Das umfasst den Bereich ab der höchsten Flutlinie landeinwärts.
2. Keine Privatstrände auf Mallorca
Auch wenn manche Luxusgrundstücke direkt am Meer liegen oder nur vom Wasser aus erreichbar sind:
Ein Privatstrand ist rechtlich unmöglich.
Jeder darf jeden Strand betreten – auch über Privatgrundstücke, wenn es keinen anderen Zugang gibt (Servidumbre de Tránsito).
3. Nutzung nur über Konzessionen
Bars, Chiringuitos, Liegenverleiher oder Wassersportanbieter stehen immer auf öffentlichem Grund und benötigen eine zeitlich begrenzte Konzession.
Diese wird von Gemeinden oder der Küstenbehörde vergeben und sorgt regelmäßig für Konflikte – etwa Abrisse wie am Strand von Son Moll.
4. Warum es trotzdem Streit gibt?
EU fordert transparentere Vergaben.
Gemeinden erhöhen Gebühren stark (z. B. Liegenpreise an der Playa de Palma).
Betreiber kämpfen um Existenz, Umweltschützer um Küstenschutz.
Die drei Zonen des Küstengesetzes (wichtig für Eigentümer)
DPMT – Öffentlicher Küstenbereich
Strand, Dünen, Klippen – immer öffentlich.
Schutzzone (Servidumbre de Protección)
Privatbesitz möglich, aber Bauen stark eingeschränkt.
Durchgangsrecht (Servidumbre de Tránsito)
Zugang zum Meer muss immer gewährleistet sein.
Warum nicht Park und Minigolf neben dem Megapark
Warum die Stadt sich gegen „beides“ entschieden hat
1. Ziel: Eine einzige, große Grünfläche – nicht ein Flickenteppich
Der Stadtrat hat beschlossen, das komplette Gelände – Minigolf, Beach Club, Spielplatz und Parc Llaüt – zu 35.000 m² zusammenhängendem Park zu vereinen.
Ein Minigolfplatz wäre eine Einzelinsel touristischer Nutzung und würde die Idee eines durchgehenden Naturraums durchbrechen.
2. Renaturierung statt Freizeitpark
Der neue Park soll Dünen, Buschwerk und mediterranen Pinienwald zurückbringen.
Minigolf bedeutet dagegen: künstliche Bahnen, versiegelte Flächen, technische Infrastruktur, Beleuchtung und Lärm
Das widerspricht dem Konzept eines ökologisch funktionierenden Naturraums.
3. Klimawandel: Fokus auf grüne Infrastruktur
Die Stadt Palma investiert gezielt in grüne Infrastruktur in allen Stadtteilen, um Hitzeinseln zu reduzieren und Wasser besser zu managen.
Ein Minigolfplatz passt nicht in diese Strategie, weil er keine klimatische Entlastung bringt.
4. Rückführung in städtisches Eigentum
Das Minigolf-Gelände war seit 1993 privatisiert.
Mit der Rückführung an die Stadt will man öffentliche Nutzung statt privatwirtschaftlicher Angebote stärken. Ein Minigolfbetrieb wäre wieder eine kommerzielle Nutzung – genau das soll vermieden werden.
5. Ganzjährige Nutzung für alle – nicht nur Touristen
Der Park soll ein offener, inklusiver Raum für Anwohner werden, nicht nur eine Attraktion für Urlauber.
Minigolf ist klar touristisch geprägt und würde die soziale Zielsetzung unterlaufen.
Fazit: Warum „Grüne Oase + Minigolf“ politisch nicht gewollt ist. Technisch wäre es möglich, aber politisch und städtebaulich nicht gewollt.
Die Stadt verfolgt ein klares Leitbild:
weniger touristische Kommerzfläche, mehr Natur, mehr Schatten, mehr Aufenthaltsqualität für Einheimische, weniger Versiegelung
Ein Minigolfplatz passt schlicht nicht in dieses Konzept.
Das Mallorca Wetter
Sonntag – Der Tag, an dem die Sonne Überstunden macht
Sonntag zeigt sich Mallorca von seiner besten Seite: Die Sonne ballert wie ein übermotivierter Praktikant – 27 °C, kaum Wolken, null Regenwahrscheinlichkeit. Perfekt für Strand, Sangria und Sonnenbrand in Stufe „Hummer Deluxe“.
Der Wind weht mit 11 km/h, also gerade genug, um deine Haare so aussehen zu lassen, als hättest du es absichtlich so gestylt.
Montag (08.06.) – Der Grillmodus startet
31 °C – Mallorca schaltet auf „Heißluftfritteuse“.
Sonne pur, kein Tropfen Regen. Perfekt, um am Strand zu liegen und sich zu fragen, warum man überhaupt Kleidung besitzt.
Dienstag (09.06.) – Der Wind dreht auf
26 °C, sonnig. Wind mit bis zu 22 km/h – genug, um dein Handtuch vom Liegestuhl zu pusten, aber nicht genug, um die Hitze zu vertreiben.
Mittwoch (10.06.) – Sonne mit Action-Einlage
25 °C, sonnig. Wetter sagt „Squalls“ – also kurze Böen, die dich daran erinnern, dass die Natur auch Spaß versteht.
Donnerstag (11.06.) – Zurück zur Sonnenroutine
25 °C, meist sonnig. Leichter Wind, perfekte Bedingungen für Strand, Pool oder einfach Nichtstun auf Profi-Niveau.
Freitag (12.06.) – Der Klassiker
27 °C, sonnig. Mallorca liefert wie immer: zuverlässig, warm, schön – wie ein gutes Paella-Rezept.
Wochenende (13.–14.06.) – Sonne, Sonne, Sonne
27 °C, Sonne ohne Ende. Regenwahrscheinlichkeit: praktisch 0 %. Ideal für alle, die sich vorgenommen haben, „diesmal wirklich nicht zu verbrennen“ – und es trotzdem tun.
Fazit: Mallorca zeigt sich nächste Woche wie ein All-inclusive-Hotel: Alles drin – solange es Sonne ist. Regen? Fehlanzeige.
Wolken? Nur als Deko. Temperaturen? Zwischen „angenehm warm“ und „ich schmelze dahin“.